ALFRIED baut Infrastruktur auf dem Testfeld Friedrichshafen weiter aus

Im Rahmen von ALFRIED werden verschiedene Demonstratoren entwickelt. Neben der Smart-City-Leitstelle die seit einigen Wochen zur festen Infrastruktur des Projektes gehört, wird nun die Infrastruktur im Realverkehr auf dem Testfeld Friedrichshafen weiter ausgebaut. Im Fallenbrunnen wurde der erste Schritt für die Entwicklung eines Outdoor-Demonstrators mit Sensorbrücke getätigt und eine Traverse aufgebaut. Diese wird nun mit Sensorik ausgestattet.

Traverse im Fallenbrunnen; Copyright: IWT GmbH

Ziel der Sensorbrücke ist es, Sensoren und Detektoren am Testfeld Friedrichshafen anzubringen, um neben, teilweise bereits verfügbaren Umwelt- und Mobilitätsdaten, eigene lokale Umweltdaten zu erheben. Auch Daten zur Verkehrslage (etwa Anzahl und Art der Fahrzeuge, Geschwindigkeit und Fahrzeugrichtung) sind hierbei relevant. Im Zentrum steht für ALFRIED, die im Rahmen des Projektes entwickelten Sensoren zu testen und zu validieren. Auch Fragen der Datenübertragung, bspw. über LoRa oder LTE, werden erprobt und auf Echtzeitfähigkeit geprüft (Bestimmung des Latenzverhaltens). Hierbei steht die Erforschung der Übertragungswege von Sensor(roh-)daten über die Digitale Plattform und deren Monitoring und Visualisierung über die Smart-City-Leitstelle im Vordergrund.

Die Sensorbrücke bietet den Projektpartnern dieMöglichkeit, die im Rahmen ihrer Teilvorhaben entwickelten Sensoren unter realen Bedingungen zu testen und Trainingsdatensätze zu generieren. Hierbei wird auch erforscht, wie sogenannte „vulnerable, also nichtgeschützte, Verkehrsteilnehmende“ mit Hilfe intelligenter Verkehrsinfrastruktur künftig im Straßenverkehr besser geschützt werden können. Zu den vulnerablen Verkehrsteilnehmenden zählen Fußgänger:innen, Fahrradfahrer:innen und Kraftradfahrer:innen. Diese Verkehrsteilnehmenden vermehrt in den Blick zu nehmen trägt maßgeblich zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei sowie zur öffentlichen Gesundheit.

Ausgewählte Lage der Sensorbrücke

Die Sensorbrücke wurde in unmittelbarer Nähe zum Demonstrationslabor aufgebaut, so dass die dort generierten Daten in Zukunft direkt auf der Smart-City-Leitstelle von interessierten Bürger:innen geprüft werden können. Somit leistet dieser geplante Aufbau auch einen Beitrag zum gesellschaftlicher Dialog und die Einbeziehung der Bürger:innen. Vekehrstechnisch handelt es sich dabei um einen für diverse Szenarien spannenden Untersuchungsbereich: dort befindet sich ein Kreuzungsbereich, dahinter eine Straßenverengung mit Fußgängerschutzweg und einer aufgrund der Verschattung von Blattwerk häufig schlechten Sicht. Unmittelbar davor ist zudem eine Bushaltestelle, bei der die haltenden Busse den dahinterliegenden Zebrastreifen verdecken. 

Sicherung Traverse am Fallenbrunnen;
Copyright: IWT GmbH

Mit Blick auf die Verkehrsteilnehmenden ist dieser Straßenabschnitt gut geeignet. Zwar ist eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 30km/h zugelassen, was keine Tests mit hohen Geschwindigkeiten ermöglicht. Mit Blick auf die Diversität der Verkehrsteilnehmenden ist die Lage vorteilhaft: LKWs und diverse Baustellenfahrzeugen durchqueren die Sensorbrücke mehrmals täglich, da das Wohn- und Arbeitsquartier entwickelt wird. Schüler:innen, Studierende und Mitarbeiter:innen erreichen das Quartier im PKW, mit dem Stadtbus, Fahrrädern mit oder ohne Anhänger oder mit (e-)Scootern – und umfasst damit auch unterschiedliche vulnerable Verkehrsteilnehmende.

Die Testsensorik kann auch für Verkehrsmessungen genutzt werden, die es ermöglichen, neue Mobilitätskonzepte für die Quartiersentwicklung evidenzbasiert zu entwickeln und zu begleiten.

Informationen zur Datenerhebung

Aktuell (Stand: 21.07.2022) befindet sich noch keine Sensorik an der Sensorbrücke, es werden noch keine Daten erhoben.

Erfahren Sie hier in Kürze mehr über die Datensammlung, -speicherung und -haltung, Zugriffsrechte und ihrem Zweck.